Schweizerischer Podologen-Verband SPV

Aktuelle Informationen zum Corona-Virus (25. März 2020)

Podologie-Praxen welche über eine Berufsausübungsbewilligung verfügen gehören zu den Gesundheitsfachpersonen nach kantonalem Recht und dürfen gemäss Weisung des Bundesamtes für Gesundheit BAG geöffnet bleiben. Um unnötige Kontakte zu vermeiden dürfen gemäss den Erläuterungen zur COVID-19-Verordnung aber nur Behandlungen und Therapien durchgeführt werden, die aus medizinischer Sicht dringend sind. Es ist keine ärztliche Verordnung erforderlich. Das BAG hat somit auf die Eingabe der Taskforce des SPV reagiert und die Vorgaben erneut angepasst.

Bitte halten Sie sich konsequent an diese Weisung des BAG und der kantonalen Behörden.

Beschränken Sie Ihre podologische Tätigkeit auf folgende Behandlungen:

  • Dringende medizinische Behandlungen
  • Notfall- und Schmerzbehandlungen
  • Verhinderung von Folgeschäden z. B. bei drohendem oder bestehendem Malum perforans, Ulzerationen, Onychocryptosis, bei vorhandenen oder Neigung zu schmerzhaften Druckstellen und Entzündungen
  • Weiterführung von podologischen Behandlungen wenn die Behandlung das Einwachsen der Nägel verhindert oder ein Rezidiv nach der podologischen Therapie verhindert, wie z. B. nach der Orthonyxiebehandlung
  • Risikopatienten (gemäss Definition SPV) bei welchen eine regelmässige podologische Behandlung erforderlich ist um Komplikationen (Infektionen, Amputationsrisiko) zu vermeiden. Die Behandlung von Risikopatienten darf nur durch dipl. Podologinnen und Podologen HF (sowie altrechtliche Podologinnen und Podologen SPV) vorgenommen werden

Die Hygiene- und Sicherheitsvorgaben des BAG müssen eingehalten werden. Beachten Sie dazu die folgenden Hinweise:

  • Bringen Sie vor dem Praxiseingang einen Hinweis an, dass Patientinnen und Patienten mit Symptomen (Fieber, Husten) oder Verdacht auf eine Infektionskrankheit die Praxis nicht betreten dürfen.
  • Patientinnen und Patienten sollen nicht in der Praxis auf ihre Behandlung warten, sondern auserhalb der Praxis oder im Auto. Sie können ihre Handynummer hinterlassen und werden per Anruf hinein gebeten.
  • Beim Betreten der Praxis müssen die Patientinnen und Patienten ihre Hände desinfizieren. Neben dem Desinfektionsspender muss eine Anleitung zur korrekten Händedesinfektion angebracht sein.
  • Es wird empfohlen, dass die/der Patient/in während seines Aufenthalts in der Praxis einen Mundschutz trägt.
  • Der Behandlungsstuhl soll so gekippt werden, dass die/der Patient/in fast in liegender Position ist, sodass eine direkte Tröpfcheninfektion nicht stattfinden und der vorgegebene Abstand eingehalten werden kann.
  • Nach der Behandlung werden nebst der üblichen Desinfektion gemäss Hygieneratgeber SPV auch sämtliche Türklinken, Kugelschreiber etc., mit denen der Patient in Berührung gekommen ist, desinfiziert. Die Einwirkzeit ist zu beachten, bevor der nächste Patient die Praxis betreten darf.
  • Stühle und Zeitschriften sind aus dem Wartebereich zu entfernen
  • Falls Sie über keine Schutzmasken mehr verfügen, wenden Sie sich bitte an den Kantonsarzt.

 

Der SPV hat am 18. März ein Gesuch an den Bund eingereicht in welchem er rasche und unbürokratische finanzielle Unterstützung für Podologinnen und Podologen fordert. Der Bundesrat hat nun an der Medienkonferenz vom 20. März das Massnahmenpaket zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen vorgestellt:

So wird unter anderem die Kurzarbeitsentschädigung auch für Lernende und arbeitgeberähnliche Angestellte (z. B. Gesellschafter einer Gmbh) ausgerichtet. Die Karenzfrist wird aufgehoben.

Selbständig Erwerbende, die von der bundesrechtlich angeordneten Betriebsschliessung betroffen sind, werden entschädigt. Die Entschädigungen werden in Anlehnung an die Erwerbsersatzordnung geregelt und als Taggeld ausgerichtet. Dieses entspricht 80 Prozent des Einkommens und beträgt höchstens 196 Franken pro Tag. Das Formular «Anmeldung für die Corona Erwerbsersatzentschädigung» sowie ein Merkblatt dazu finden Sie auf der Website der Informationsstelle AHV/IV.

Achtung: Podologie-Praxen sind gemäss Verordnung nicht von der bundesrechtlich angeordneten Betriebsschliessung betroffen. Der SPV hat beim Bundesamt für Sozialversicherung BSV interveniert und gefordert, dass Podologie-Praxen ebenfalls entschädigt werden müssen. An der Medienkonferenz vom 1. April 2020 hat der Bundesrat mitgeteilt, dass das EDI (BSV) beauftragt wurde, zusammen mit dem EFD (EFV) und dem WBF (SECO) eine Unterstützung im Sinne einer Abfederung von Härtefällen für Selbständige bis zum 8. April 2020 zu prüfen, die sich durch den weitgehenden Stillstand der Wirtschaft mit Erwerbseinbussen konfrontiert sehen, obwohl ihre Erwerbstätigkeit nicht verboten ist.
Das BSV hat am 1. April 2020 auf die Eingabe des SPV Stellung genommen, das Schreiben finden Sie hier. Der Bundesrat hat per 9. April 2020 weitere Informationen betreffend die Unterstützung von Selbständigen angekündet.

Soforthilfe mittels verbürgter COVID-Überbrückungskrediten: Der Bundesrat hat am 25. März 2020 die Liquiditätshilfe für Klein- und Mittelunternehmen beschlossen. Die Unternehmen sollen raschen Zugang zu Krediten für die Überbrückung von Corona-bedingten Liquiditätsengpässen erhalten. Die Kredite können bei der Hausbank beantragt werden. Die entsprechende Verordnung tritt am 26. März 2020 in Kraft; ab diesem Zeitpunkt können Kreditgesuche gestellt werden. Betroffene Unternehmen können Überbrückungskredite im Umfang von höchstens 10% ihres Jahresumsatzes beantragen. Bis zu 500'000 Franken werden Kredite unbürokratisch innert kurzer Frist ausbezahlt. Der Zinssatz ist auf null Prozent festgelegt. Der Kreditantrag ist ab 26. März 2020 unter covid19.easygov.swiss verfügbar.

 

Die Corona-Krise darf nicht zu einer Schwächung der Berufsbildung führen. Alle Betriebe werden weiterhin auf Fachkräfte angewiesen sein. D.h., es ist im eigenen Interesse der Lehrbetriebe, den beruflichen Nachwuchs zu rekrutieren und auszubilden. Der Bundesrat appelliert, auf Lehrvertragsauflösungen möglichst zu verzichten.

Unter Federführung des verbundpartnerschaftlich zusammengesetzten Steuergremiums Berufsbildung 2030 wurde ein Lösungsvorschlag für die Qualifikationsverfahren 2020 erarbeitet. Im schulischen Bereich (Berufskenntnisse und allgemeinbildender Unterricht) werden gemäss Lösungsvorschlag keine Prüfungen stattfinden. Der Abschluss stützt sich auf die bis zum Ende des ersten Semesters 2019/2020 erzielten Semesterzeugnisnote. Dies bedeutet, dass auch das Fachgespräch, welches Teil der Berufskenntnisse ist, entfällt.

Da der Entscheid der nationalen Steuergruppe betreffend die Regelungen für das Qualifikationsverfahren 2020 erst im Verlauf vom April kommuniziert wird, sehen wir uns aufgrund der kurzen Reaktionszeit gezwungen, die praktischen Prüfungen, welche vom 20.–29. April 2020 geplant sind, abzusagen. Es ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht klar, ob die praktischen Prüfungen unter angepassten Voraussetzungen zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt werden können. Dies wird in den nächsten Wochen entschieden. Gerne halten wir Sie auf dem Laufenden und lassen Ihnen rechtzeitig die Details zukommen.

In Anbetracht der schwierigen Lage auch für unsere Partner und Lieferanten hat der Zentralvorstand entschieden, auf die Ausgabe 3/2020 der Fachzeitschrift «Podologie Schweiz» zu verzichten. Die nächste Ausgabe erscheint voraussichtlich am 18. Mai 2020.

Sämtliche Anlässe und Veranstaltungen des SPV bis mindestens Ende Mai sind abgesagt oder werden verschoben.

Die Delegiertenversammlung vom 15./16. Mai in Brunnen ist abgesagt. Der statutarische Teil wird zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden, weitere Informationen folgen.

Merkblätter / Informationen

Antworten zu weiteren rechtlichen Fragen in Sachen Pandemie finden Sie auf der Website des SECO.

Bitte informieren Sie sich regelmässig auf der Website des BAG sowie auf den Informationsseiten der Kantone über die aktuellen Neuigkeiten betreffend Corona-Virus.

Solidarität unter allen ist nun das Wichtigste. Deshalb rufen wir Sie dazu auf, sich für den Kampf gegen COVID-19 zur Verfügung stellen. Mit Ihrem medizinischen Fachwissen und den Kenntnissen der Hygienestandards sind Sie in den Spitälern sehr gefragt. Das BAG und die kantonalen Gesundheitsbehörden rechnen mit einem Mangel an Pflegepersonal, wenn die Zahl der Coronavirus-Infizierten weiter ansteigt. Sie können sich auf der folgenden Plattform als medizinische Fachkraft melden und registrieren: https://carenow.ch/de/

Aktuell

Berufsbildner-Treff und Runder Tisch vom 16. März sind abgesagt und werden verschoben

Gerne werden wir Sie sobald als möglich über das neue Datum informieren.

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Neue Preisempfehlungen per 1. Januar 2020

Der Zentralvorstand hat die Preisempfehlungen des SPV überarbeitet und an seiner Sitzung vom 2. Dezember definitiv festgelegt. Damit leistete er einem Antrag Folge, der an der letzten Delegiertenvers... mehr Infos >

10. Jahreskongress des SPV vom 23. November 2019

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Berufsbildner-Treff 2019

Der Berufsbildner-Treff 2019 fand am 24. September 2019 statt. Totalrevision: Neuerungen der beruflichen Grundbildung Podologin EFZ / Podologe EFZ mehr Infos >

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Profitieren Sie von einem attraktiven Kursprogramm der Ihren Berufsalltag unterstützt. Im Weiterbildungsangebot wird ein Bezug zwischen Theorie und Praxis hergestellt. mehr Infos >

Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in Ausbildungsbetrieben

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