QV 2020

Qualifikationsverfahren Podologie EFZ
Unter Federführung des verbundpartnerschaftlich zusammengesetzten Steuergremiums Berufsbildung 2030 wurde ein Lösungsvorschlag für die Qualifikationsverfahren 2020 verabschiedet:

Berufskenntnisse (BK): Es finden keine Abschlussprüfungen statt. Alle bis Ende des ersten Semesters 2019/2020 erzielten Semesterzeugnisnoten fliessen in die Beurteilung des Qualifikationsbereichs Berufskenntnisse ein. Die Erfahrungsnote ist das auf eine ganze oder halbe Note gerundete Mittel aus der Summe der erzielten Semesterzeugnisnoten für den Unterricht in den Berufskenntnissen.

Allgemeinbildung (ABU): Im Qualifikationsbereich Allgemeinbildung findet keine Schlussprüfung statt. Die bis Ende des ersten Semesters 2019/2020 erzielten Semesterzeugnisnoten fliessen in die Gesamtbeurteilung ein. Die Vertiefungsarbeit (VA) wird abgeschlossen (z. B. ausstehende Präsentation sind per Videokonferenz abzuschliessen). Bei Kandidatinnen und Kandidaten, bei denen die VA nicht abgeschlossen werden kann, werden nur Prozess und Produkt (ohne Präsentation) bewertet. Die Erfahrungsnote bewertet die Kompetenzen der Lernenden in allen Lernbereichen der Allgemeinbildung (Art. 9 MiVo AB) bis Ende des ersten Semesters 2019/2020. Die Resultate aus den VA-Teilen (2 oder 3) werden gemäss vorgegebenem Verteilschlüssel nach Schullehrplan berechnet: gerundet auf halbe und ganze Noten. Gewichtung: Erfahrungsnote und Note VA zählen jeweils zu 50%, die Note der Schlussprüfung entfällt. Note des Qualifikationsbereichs ABU – Mittelwert aus ERFA- und VA-Note: gerundet auf Zehntelsnoten.

Praktische Arbeiten (PA): Der SPV hat sich zusammen mit der von der Schweizerischen Berufsbildungsämter-Konferenz (SBBK) eingesetzten Expertengruppe für die "Variante 3B" entschieden. Dies bedeutet, dass keine Durchführung einer Praktischen Arbeit (PA) stattfinden wird. Die Verantwortlichen im Ausbildungsbetrieb (Berufsbildner/in, Praxisbildner/in, Fachvorgesetzte(r) bei der Nachholbildung für Erwachsene) beurteilen aufgrund von Bildungsberichten und der Entwicklung während der Ausbildungszeit die betrieblichen Kompetenzen und Leistungen der QV-Absolvierenden in Bezug auf deren Arbeitsmarktfähigkeit. Das Beurteilungsraster wird bis spätestens Mitte Mai unter  https://qv.berufsbildung.ch (Freigegebene Bewertungsraster) aufgeschaltet. Dieses ist ausgefüllt in elektronischer Form innert 14 Tagen an die Chefexpertin zur Kontrolle und Notenerfassung zuzustellen. Die Note des Qualifikationsbereichs PA besteht nur aus einer Position, sie wird auf eine halbe oder ganze Note gerundet. Zur Qualitätssicherung werden die Rückmeldungen aus den Ausbildungsbetrieben durch die Abteilung Berufsbildung und Mittelschule des Kantons Aargau nachgeprüft.

Schlussbeurteilung: Es gelten die Bestehensnormen gemäss der Bildungsverordnung.

Nachprüfungen: Diese werden nach dem für das QV 2020 angepassten Verfahren durchgeführt. Besteht absolut keine Möglichkeit zur Nachprüfung, trifft der SPV eine Regelung im Einzelfall.

Nachholbildung für Erwachsene (Art. 32 BBV) & Repetenten: Für den Qualifikationsbereich Allgemeinbildung (ABU) wird die Vertiefungsarbeit (VA), wie bei den regulären Ausbildungen gewertet und ergibt die Schlussnote. Wenn Repetenten seit dem letzten Qualifikationsverfahren eine neue Erfahrungsnote erworben haben, gilt der Mittelwert aus Erfahrungsnote und Vertiefungsarbeit. Für den Qualifikationsbereich Berufskenntnisse (BK) wird zum Generieren der Note ein Fachgespräch durchgeführt. Es dürfen keine Erfahrungsnoten aus vorhergehenden Qualifikationsverfahren beigezogen werden. Es gelten die durch den SPV erlassenen Rahmenbedingungen zum Inhalt und der Durchführung dieses Fachgesprächs. Das Gespräch kann via Videokonferenz durchgeführt werden. Für den Qualifikationsbereich praktische Arbeit (PA) wird die Note gemäss Variante 3B (siehe oben) bestimmt. Sollte eine Kandidatin über keinen Ausbildungsbetrieb verfügen, wird eine Nachprüfung zu einem späteren Zeitpunkt angesetzt. Über die Form dieser Nachprüfung sowie die Durchführung allfällig weiterer "Spezialfälle" entscheidet die Abteilung Berufsbildung und Mittelschule des Kantons Aargau.